Derzeit benutzte Antennen für 27 MHZ

Zum Einsatz kommt ein Koaxialdipol und ein Faltdipol

1: Koaxialdipol

Auf dem Dach in ca. 11 - 12 Meter Höhe ist ein abgespannter Koaxialdipol in Form eines
"inverted - L", also ein auf dem Kopf stehendes L. Der Vorteil dieser Aufhängung ist;
die Abstrahlung und der Empfang erfolgt sowohl Horizontal und Vertikal. Bei gleichzeitigen
Polarisationsebenen ist der Schwund, oder das Fading extrem geringer. Im Nahbereich gibt
es keinen Signalverlust aufgrund verschieden benutzter Polarisationen. Ein Koaxialdipol /
Faltdipol ist eine Vollsymetrische Bandantenne und kann deshalb in anderen Frequenzbereichen
NICHT stören.

Laut obigem Bild (Nicht Masstäblich) kann der Dipol leicht hergestellt werden, oder mit den Formeln leicht für jede
andere Frequenz berechnet werden. Wird die Antenne wie abgebildet, waagrecht aufgehängt hat die Einspeisung ca.
70 W (Ohm), was einem SWR von 1,5 enspricht. Als inverted L Antenne hat der Einspeisepunkt ca. 43 bis 45 W. Wenn
man den Einspeisepunkt ca. 5 cm aus der Mitte verschiebt ergibt das ziemlich genau 50 W, ensprechend einem SWR von
1,0. Bei diesen breitbandigen Antennen ist eine "Punktlandung" beim ersten Aufbau kein Problem.

Sehr schön sieht man die Sende / Empfangskeulen die gleichzeitig einem Vertikalen Halbwellenstrahler, und einem
Horizontalem Halbwellendipol entsprechen. ( 2 in 1 :-) )

Der Koaxialdipol hat eine extreme Bandbreite. Bei einem SWR von 2 sind das 2 MHZ, bei einem SWR von 3 ergeben
sich 4 MHZ. Die Antenne kann also relativ genau gefertigt werden, und einfach aufhängen - funktioniert ohne
weiteren Abgleich.

2: Faltdipol

Der Faltdipol ist um 45° Schräg aufgehängt. Als Strahlungskeulen ergibt sich folgendes: In Richtung der Schräge
wird das Strahlungsdiagramm stark eingequetscht, dagegen werden die Keulen im rechten Winkel zur Aufhängung
dementsprechend stärker und schmaler. In diesem Fall ist die Hauptabstrahlung West - Ost / Ost - West.

Dem Faltdipol liegt das gleiche Prinzip wie dem Koaxialdipol zu Grunde, allerdings ist der Speisepunkt mit 300 W
recht hoch. Das einzig vernünftige Mittel um auf 300 W zu kommen ist über einen Ringkerntrafo / Balun. Schlaue
Rechner haben erkannt das von 50 W auf 300 W ein 1:6 Balun eingesetzt werden müsste. Dieser Balun ist aber
unsymetrisch und verursacht an einer vollsymetrischen Antenne recht viele Störungen im Umfeld. Besser mit einem
1:4 Balun auf 200 W; denn 300 W Einspeisepunkt : 200W Balun ergit ein SWR von 1,5 und das ist ok! Noch besser:
Mit einem Antennentuner auf ein 75 W Kabel; denn 4 * 75 W = 300 W, also Perfekt.

Die Abstrahlung ist der inverted L Antenne sehr ähnlich, hat aber nur eine horizontale Abstrahlung.

Das SWR entspricht der inverted L, aber ziemlich "uneben" dies resultiert aus den nur 10mm Abstand der beiden Leiter
da sich bei verschiedenenFrequenzen die Kapazitäten der Leiter gegeneinander zu stark ändern können. Bei 5 cm Abstand
ist davon nichts zu Sehen.